26.05.2016 - 26.04.2016:28.04.2016
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Gelungener Sponsoren-Anlass

Noch rund 40 Tage bis zu einem der grössten Schwingfeste in diesem Jahr. Am Mittwoch kamen die Sponsoren in Scharen nach Einsiedeln.

W.S. Das Organisationskomitee des Innerschweizerischen Schwing- und Älplerfestes vom 3. Juli 2016 lud zu einem besonderen Sponsoring-Anlass nach Einsiedeln ein. Das dürfte wohl der Grund für die Anwesenheit von 103 Personen gewesen sein. Einsiedeln ist nach 1952 und 1986 zum dritten Mal Austragungsort des Verbandsanlasses. Erwartet werden am 3. Juli 8‘500 Zuschauer in der Schwingerarena und noch viel Volk auf dem Festgelände. Rund 200 Schwinger und eine Anzahl Steinstösser stellen sich dem Wettkampf. Es soll u.a. auch ein Schwingfest für die ganze Bevölkerung von Einsiedeln werden. „Es kam und kommt uns viel Goodwill entgegen", freut sich Sponsoring-Chef Ueli Brügger. Das 30-köpfige OK und die beiden Trägervereine Schwingklub Einsiedeln und Turnverein STV Einsiedeln sind 45 Tage vor dem Schwingfest auf der Zielgerade. Rund 800 Helferinnen und Helfer sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Ein Grossteil des Budgets kann durch Sponsorengelder u.a. auch in Form von Dienstleistungen von Firmen abgedeckt werden. Als Dank gegenüber den Sponsoren hat sich das OK einiges einfallen lassen. Der Anlass begann nach einer kurzen Besichtigung auf dem Festgelände Brüel im Marstall des Klosters Einsiedeln. Ursi Kälin, Chefin des Gestütes, informierte über die Pferdezucht des Klosters Einsiedeln, der berühmten „Cavalli della Madonna", der ältesten Pferdezucht der Schweiz und Europas. Dabei war aus ihrem Vortrag Interessantes herauszuhören. So sind gesamthaft 40 Rosse im Marstall, die von vier Angestellten und drei Lehrlingen betreut werden. Weiter wird wöchentlich bis zu 70 Schülern das Reiten beigebracht. „Verschiedene Aktivitäten wie etwa die Reitlager kommen bestens an", sagte sie weiter.

Die beiden Kranzschwinger Christian Schuler und Adrian Steinauer führten unter der Anleitung von Martin Grab ins ABC des Schwingsports ein. Angefangen beim Hochkrempeln der massiven Zwilchhosen, beim Händedruck und Griffefassen bis hin zu den bekannten Standschwüngen wie Kurz, Gammen, Hüfter, Haken und noch einigen mehr. „Etwas Spezielles ist im Schwingen die Bewertung der Gänge", meinte Grab. Doch nach seinen Ausführungen dürfte den Anwesenden vieles klarer geworden sein.

Nach dem Apéro im Marstall ging es dann zum Nachtessen im Hotel Bären über. Da durfte natürlich das Gespräch und der Gedankenaustausch mit den Sponsoren nicht fehlen. Ueli Brügger führte souverän durchs Programm und gab weitere interessante Einzelheiten über den Anlass bekannt.

Lohnende Investition

Aus den Gesprächen ging hervor, dass eins in der Wirtschaft schon längst bekannt ist: Mit Schwingen lässt sich erfolgreich werben und Goodwill schaffen. Für viele Unternehmer ist Schwingen eine gute Plattform für die Imagepflege. Für Sponsoren erfüllt der Event viele Kriterien, die heute hoch im Kurs stehen. Dazu zählen die einzigartige Atmosphäre, attraktive Wettkämpfe, Spannung, Swissness und Authentizität. Das Engagement von Schwingern für Werbekampagnen hat an Beliebtheit gewonnen. So gibt es einige Spitzenschwinger, die auf Facebook eine stolze Fangemeinde von mehreren tausend Mitgliedern zählen. Solche Zeichen wissen auch die Sponsoren zu deuten, die jeden eingesetzten Franken vom entsprechenden Gegenwert überzeugt sein wollen. Im Schwingsport wähnen sie ihr Geld bestens angelegt. Trotz dieses Booms ist das Schwingen nicht der Profitgier verfallen. Die meisten Organisatoren möchten kostendeckend operieren und die vielen freiwilligen Helfer nach Möglichkeit mit einem finanziellen Abgelt entschädigen. Ohne sie würde es keine Schwingfeste geben, Sponsoren hin oder her. Die Seele des Sports darf keinesfalls verkauft werden. Der Schwingsport muss weiterhin treu zu seinen Werten stehen.

Mit grosser Freude und Dankbarkeit präsentierte Ueli Brügger die Sponsoring-Kategorien mit ihren Besitzern oder Vertretern. So wird  in Haupt- und Kranzsponsoren unterschieden. Hinzu kommen die Spender der Lebendpreise und die Medienpartner.

OK-Präsident Thomas Zehnder ging auf die bisherigen „Innerschweizerischen" 1952 und 1986 in Einsiedeln ein und hielt fest: „Einsiedeln ist eine gute Plattform für Schwingerkönige. Harry Knüsel wurde 1986 nach seinem Sieg am ISV-Verbandsanlass in Einsiedeln anschliessend am Eidgenössischen in Sion bisher einziger Schwingerkönig aus der Innerschweiz." Vielleicht wiederholt sich das nach 30 Jahren wieder einmal. „Wir wollen für Schwingerfreunde und Schwinger ein schönes und nachhaltiges Fest organisieren", schloss er seine Worte.

Theo Kälin, der zusammen mit seinem Bruder Fritz für das Ressort Bau zuständig ist, meinte zu seiner Aufgabe. "Selbst für Baufachleute ist es eine nicht alltägliche Herausforderung eine Schwingerarena zu planen und aufbauen zu können." Er stellte weiter das Festgelände mit der gesamten Infrastruktur wie der Festmeile, dem Schwingerdörfli oder dem Gabentempel vor und ging noch auf den Aufbau und Abbau ein.

Nach dem feinen Nachtessen klang der gelungene Sponsoring-Anlass unter passenden Klängen der „Hudeli-Musik" langsam aus und dürfte vielen in bester Erinnerung bleiben.

 


19.05.2016